Dibra lässt Viktoria jubeln

Dank ihres Torwarts haben die A-Junioren des Fußball-Regionalligisten Viktoria Georgsmarienhütte am Sonntag den Schwäbisch-Hall-Cup im Rahmen der ISV-Hallenmasters gewonnen. Aber auch die ISV schlug sich wacker. Es war sein Spiel – und er hat es auch entschieden. Torwart Kadi Dibra war für die A-Junioren von Regionalligist Viktoria Georgsmarienhütte der Matchwinner im Finale der ISV-Masters um den Schwäbisch-Hall-Cup. Beim 9:8 nach Neunmeterschießen gegen Liga-Konkurrent VfL Osnabrück hielt der reaktionsschnelle Torwart nicht nur den entscheidenden Neunmeter, auch zuvor schrieb er die Geschichte des Spiels fast allein. Kein Wunder, dass er am Ende zum besten Torwart des Turniers gewählt wurde.

Knapp zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit führte seine Viktoria 2:1. Ein Spielstand, an dem der Torwart nicht ganz unschuldig war, entschärfte er doch gleich mehrere VfL-Chancen mit glänzenden Reaktionen. Dann aber leistete sich Dibra ein Handspiel außerhalb des Strafraums. Die logische Konsequenz: Zeitstrafe durch den sehr umsichtigen Schiedsrichter Florian Visse. Es musste ein Feldspieler ins Tor, und zwar Amir Redzic, der am Ende mit sieben Treffern bester Torschütze werden sollte.

Aber nur, weil er nach kurzer Zeit dann doch noch einmal hinter sich greifen musste. So rettete sich der VfL in die Verlängerung. Dort traf Redzic dann noch zwei Mal für den Gewinn der Torjägerkanone, die Osnabrücker aber auch.

Im Neunmeterschießen zeigte Dibra dann aber wieder seine ganze Klasse, parierte zwei Bälle, den entscheidenden mit einer Fußabwehr. Sehr zum Jubel seiner Mitspieler, die ihren Keeper erst mal kräftig hochleben ließen. Die Lila-Weißen mussten, oder durften, sich damit trösten, dass die Trainer der Masters-Teilnehmer den VfLer Kamer Krasniqi zum besten Spieler des Turniers wählten.

Gastgeber ISV musste in der Vorschlussrunde die Segel streichen – und das gleich mit beiden Teams. Team A der ISV unterlag Turniersieger Georgsmarienhütte mit 1:2 Toren nach Verlängerung, während Team B dem VfL Osnabrück mit 0:3 am Ende doch relativ deutlich unterlegen war.

Dennoch war der Ibbenbürener Trainer Philipp Hölscher mit dem Auftreten seiner beiden Mannschaften nach dem Turnier rundum zufrieden. „Man muss auch bedenken, dass Osnabrück und GM-Hütte Niedersachsenliga spielen, da braucht man auch ein bisschen Glück, um ins Finale zu kommen“, bilanzierte Hölscher den Auftritt der ISV-Youngsters. Das Aus von Team A gegen den späteren Turniersieger aus Georgsmarienhütte arbeitete aber dennoch noch ein bisschen in Hölscher. „Ich finde, dass das schon ein bisschen unglücklich war, denn wir waren die bessere Mannschaft“, so Hölscher. In der Tat hatten die Ibbenbürener in diesem Spiel viel Pech, sonst wäre auch der Sprung ins Finale möglich gewesen. „GM-Hütte hat da aber seine Qualitäten gezeigt. Wir hatten zwar deutlich mehr Chancen, aber Hütte hat seine genutzt.“ Auch für Team B gab es Lob. „Rheine hinter sich zu lassen und auch die A-Ligisten so zu dominieren, ist schon stark.“

Am Ende mussten beide ISV-Teams aber auch noch einen Sieger ermitteln. Im Neunmeterschießen ging es um den Pokal für den 3. Platz. Den holte sich am Ende das Team B, das mit 3:2 erfolgreich war.

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